Kleine Geschichte eines Engagements für unsere Schulen
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Zur Verbesserung der Mathematikausbildung an unseren Schulen haben wir
im Jahr 2003/2004 für das Land NRW das
MuMM Projekt
durchgeführt.
Wegen der finanziellen Lage des Landes wurde dieses Projekt von uns unter Verzicht auf Kostenerstattung durchgeführt, die entstehenden Kosten der Hochschulgruppe wurden durch Forschungsmittel abgedeckt, die uns die Firma SciFace im Lauf der Zeit zur Verfügung gestellt hatte. Der eindrucksvolle Dank des Landes an die Hochschule ließ dann auch nicht auf sich warten. Im Oktober 2004 konnten wir dann unserer Wissenschaftsministerin Kraft (und gleichlautend der Universität Paderborn) berichten, dass wir zu neuen Ufern aufgebrochen seien. Als abzusehen war, dass unsere Ressourcen schwanden, stellte ich dann am 25.9.2004 einen Antrag an die Universität zur Unterstützung unserer Arbeit. Ich offenbarte darin meine Achillesferse im letzten Absatz:"Magnifizenz, ich möchte sie ganz herzlich bitten, die Entscheidung zu meinem Antrag schnell zu fällen, denn auch bei einer Ablehnung des Antrags möchte ich vor unserem Rückzug aus dem Projekt auf alle Fälle noch die Zeit haben, das Land NRW um Hilfe zu bitten." Nach mehr als zwei Monaten des Wartens erinnerte ich an den Antrag. Am 23.12.2004 eröffnete mir der Rektor in einem Gespräch, dass er den Antrag - wenn auch nur ablehnend - überhaupt nur beantworten würde, wenn ich auf die Bedingungen der Hochschule in Bezug auf die bevorstehende Abwicklung des MuPAD-Projektes einginge. Auf meine Frage, welches diese Bedingungen seien, konnte er nur vage auf den Kollegen Lenzing verweisen, der dies wohl schon wisse. Andernfalls werde ich - wie auch in anderen Fragen - überhaupt keine Antwort bekommen. Um den Vorgang nachvollziehbar zu machen, protestierte ich noch am selben Tage schriftlich gegen dieses Verfahren, wie auch in getrennten Schreiben gegen andere Maßnahmen der Hochschule, die zum Ruin des MuPAD Projektes führen würden. Die Bedingungen des Kollegen Lenzing sind mir nie vorgelegt worden (ich bin aber bereit diese Bedingungen hier noch nachträglich aufzunehmen). Einige Tage später, stellte ich dann einen direkten Antrag an die Ministerin, bedauerlicherweise musste ich das außerhalb des Dienstweges tun, denn die Hochschule war inzwischen dazu übergegangen Schreiben von mir an meine damalige direkte Dienstvorgesetzte zu unterdrücken. Nun gab es ja noch andere Möglichkeiten des Mittelerwerbs in der Hochschule, also stellte ich noch vor dem 31.12. einen Antrag dazu. Ich konnte ja nicht wissen, dass diese Möglichkeit dann rückwirkend abgeschafft würde. Trotzdem protestierte ich dagegen - was zum ersten Mal zu einer Reaktion führte. Zum direkten Antrag an die Ministerin kam dann im Januar 2005 die erwartete Antwort, dass eine Befassung im Ministerium wegen des Fehlens einer Stellungnahme der Hochschule nicht stattfinde, und das Schreiben deshalb der Hochschule zugeschickt wurde. Da noch Hoffnung war, dass dies eine Stellungnahme auslösen würde und dann eine Befassung im Ministerium erfolgen würde, erinnerte ich am 3.4.2005 an diese Angelegenheit. Am 27.6. erinnerte mein Anwalt (in anderem Kontext, siehe die demnächst aufgelegte Dokumentation) auch an eine Antwort in dieser Angelegenheit. Mit dem 16.8.2005 schrieb dann das Ministerium, dass man alles dem Minister Pinkwart vorgelegt habe, und dass man uns in dessen Namen mitteile, dass die Ministerin Kraft alles am 12.4.2005 hinreichend beantwortet habe. Auf mein Schreiben vom 3.4.2005 war die Ministerin Kraft gar nicht eingegangen. Die Angelegenheit ist abgeschlossen, wir haben unsere Ressourcen in diesem Projekt und in anderen erschöpft. Meine Hochschule hat alles getan, eine Förderung dieses Projektes auch durch Förderer außerhalb der Hochschule zu verhindern, es ist ihr gelungen in diesem Zusammenhang das Wissenschaftsministerium zu instrumentalisieren. Bedauerlicherweise gibt es weiter Vorgänge, die an zerstörerischen Absichten, diesen Vorgang bei weitem übertreffen. Ich habe alle Stellungnahmen meiner Hochschule oder des Ministeriums angeführt. |